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Laufen gegen Diabetes
101 Teilnehmer des Diabetes Programm Köln starten beim Köln Marathon 2011
Köln, 28. September 2011: Die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diabetes Programm Köln haben nicht nur erheblich an Gewicht verloren und den Spaß an der Bewegung entdeckt – einige haben es sogar geschafft, den Diabetes nur durch Sport und bewusste Ernährung ganz ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Seit April 2011 bereiten sich die Männer und Frauen zwischen 14 und 76 Jahren unter sportwissenschaftlicher und medizinischer Aufsicht intensiv auf eine Disziplin beim diesjährigen Köln Marathon vor. Nun trennen die Läuferinnen und Läufer, die an Diabetes Typ 2 oder Typ 1 erkrankt sind, nur noch wenige Tage von ihrem großen Ziel – dem Start bei einem der größten Laufevents Deutschlands. Gut vorbereitet und hoch motiviert freuen sich die 29 Läuferinnen und 72 Läufer, die zum größten Teil erstmals an einem solchen Laufevent teilnehmen, auf ihren großen Tag.
Idee und Ziel des Diabetes Programm Köln ist es, Diabetiker Typ 1 und Typ 2 zu regelmäßiger sportlicher Aktivität zu motivieren und ihre Gesundheitswerte nachhaltig zu verbessern. Sport bietet insbesondere für die über sieben Millionen Diabetiker des Typs 2 in Deutschland eine große Chance, die Krankheit mit wenigen oder ganz ohne Medikamente zu beherrschen und Spätfolgen zu vermeiden. Diese Erkenntnis stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken ist für die Veranstalter ein zentrales Anliegen.
Herausragendes Merkmal des Diabetes Programm Köln ist die professionelle und ganzheitliche Begleitung der Teilnehmer durch die Sporthochschule Köln, vertreten u.a. durch die beiden renommierten Professoren Hans-Georg Predel und Ingo Froböse sowie durch das Diabeteszentrum am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal mit dessen Leiter Dr. med. Peter Loeff. Darüber hinaus zählen die Apotheken, die BARMER GEK, das Biopharma-Unternehmen UCB, die Internationale Vereinigung Diabetischer Sportler (IDAA), Roche Diagnostics, RUNNERS POINT sowie der Köln Marathon zu den wichtigsten Partnern. Das Programm beinhaltet eine Leistungsdiagnostik, einen individuell abgestimmten Trainingsplan, zahlreiche Info-Veranstaltungen und ein Lauftraining in kleinen Gruppen.
Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Voranmeldung für das Jahr 2012 erhalten Sie unter www.diabetes-programm-koeln.de.


Berlin – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt weiterhin, die Verordnungspraxis von sogenannten inkretin-basierten Wirkstoffen wie DDP4-Hemmern (Sitagliptin, Vildagliptin, Saxagliptin) oder GLP1-Analoga (Exenatide, Liraglutide) beizubehalten. Die DDG nimmt damit Stellung zu der ungewöhnlichen Wiedervorlage einer Studie in der Zeitschrift „Gastroenterology“. Die Autoren weisen für die betroffenen Patienten ein erhöhtes Risiko aus, eine Entzündung oder Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erleiden. Anfang März 2011 hatte die Zeitschrift die online publizierte Studie aufgrund eines anderen Gutachtens zurückgezogen (wir berichteten). Nun ist die Studie in einer modifizierten Version erneut erschienen. Die publizierten Daten lassen laut DDG keine abschließende Aussage zu. Sie machten aber deutlich, dass eine längerfristige Beobachtung notwendig ist.
Kurz nach der Online-Veröffentlichung der Studie von Michael Elashoff und Kollegen von der University of California, Los Angeles, hatte sich die DDG dazu erstmalig positioniert. Gastroenterology hat nun eine überarbeitete Version der Arbeit kommentarlos auf ihrer Webseite veröffentlicht. Diese weicht teilweise von der ersten ab. Den Verdacht eines erhöhten Risikos für eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung oder Krebs durch GLP1-Analoga belegt sie jedoch nicht: „Somit besteht nach wie vor kein Grund, die Verordnungspraxis zu ändern“, sagt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der DDG vom Diabetes-Zentrum Quakenbrück. Die befürchtete Bauchspeicheldrüsenent-zündung durch GLP-1 liege vermutlich unter der Zahl von 1:10 000 und sei damit sehr selten. Zudem belegen die in die Studie einbezogenen klinischen Daten keinen ursächlichen Zusammenhang.
Der Vorgang mache einmal mehr deutlich, wie wichtig der kritische und gewissenhafte Umgang mit wissenschaftlichen Daten sei: „Im Sinne der Patienten muss jedem Verdacht nachgegangen werden“, betont Professor Matthaei. Jedoch dürften etwaige Unstimmigkeiten im methodischenVorgehen niemals zu Lasten der Betroffenen gehen und sollten diese auch nicht unnötig verunsichern.
Inkretin-basierte Medikamente bewirken, dass die Bauchspeicheldrüse vermehrt das Blutzucker senkende Hormon Insulin freisetzt. Außerdem verlangsamen sie die Magenentleerung und die Patienten nehmen unter diesen Medikamenten nicht zu. Sie eignen sich deshalb vor allem für übergewichtige Menschen mit Typ 2 Diabetes, deren Blutzuckerspiegel und Gewicht sich durch veränderten Lebensstil und Medikamente nicht senken lassen.
„Die Ergebnisse der nun mittlerweile drei vorliegenden Gutachten zu einem möglichen Risiko für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sprechen dafür, die Langzeitgabe inkretin-basierter Wirkstoffe genau zu beobachten“, ergänzt Matthaei. Die DDG hatte bereits in ihren beiden vorangegangenen Stellungnahmen gefordert, weitere Datenbanken in die Untersuchung mit aufzunehmen und auch die Langzeitdaten der Hersteller zu berücksichtigen. Angesichts der Datenlage sieht die DDG weiterhin keinen Anlass dafür, dass Ärzte ihre Verordnungspraxis ändern. Sollten weitere Gutachten dies in Frage stellen, wird die DDG dies erneut gründlich prüfen und entsprechende Empfehlungen aussprechen.
Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.
Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Pressestelle, Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-552, Fax: 0711 8931-167
voormann@medizinkommunikation.org
www.diabetesde.org, www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de
Quelle: Deutsche Diabetes-Gesellschaft


Berlin – Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus sind besonders gefährdet, auch Depressionen zu entwickeln. Rund zwei Millionen Menschen mit Diabetes leiden hierzulande an Depressions-Symptomen. Sie werden jedoch häufig erst spät erkannt oder nicht ausreichend behandelt. Dies kann den Erfolg einer Diabetestherapie gefährden. Betroffene Diabetiker sollten daher ihren Arzt auf ihr Befinden ansprechen und sich behandeln lassen, empfiehlt diabetesDE. Denn eine Therapie kann sowohl die Lebensqualität als auch die Prognose des Diabetes verbessern.
Zahlreichen Menschen drückt jedes Jahr der Winter mit seinen dunklen und trüben Tagen auf das Gemüt. Mit nach oben kletternden Frühlingstemperaturen und wärmenden Sonnenstrahlen steigt bei Vielen auch wieder die Stimmung. Inbesondere bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung kann einem „seelischen Tief“ aber auch eine Depression zugrunde liegen, aus der Betroffene von alleine nicht herauskommen. Etwa zehn Prozent der Allgemeinbevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Diabetiker leiden etwa doppelt so häufig darunter. Hinzu kommt, dass eine Depression derzeit bei nur jedem zweiten betroffenen Diabetiker erkannt wird. „Depressionen im Zusammenhang mit Diabetes sind zudem eine häufige Ursache für Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Berentung“, erläutert Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Vizepräsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und Chefarzt des Diabetes-Zentrums am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück.
Depressionen können sich auf eine sehr unterschiedliche Art und Weise äußern. Neben Symptomen wie tiefer Niedergeschlagenheit, Mut- und Hoffnungslosigkeit leiden Betroffene häufig auch unter verminderter Antriebs- und Entscheidungsfähigkeit, Angstgefühlen, Verlust von Interessen und Freude an Aktivitäten sowie Schlafstörungen oder körperlichen Schmerzen. „Um schlechte Blutzuckerwerte und weitere Begleiterkrankungen zu vermeiden, ist es besonders wichtig, die Depression früh zu erkennen und zu behandeln”, betont Professor Matthaei. Diabetes-Patienten mit entsprechenden Symptomen sollten sich daher nicht scheuen, mit ihrem Arzt darüber zu sprechen, ob bei ihnen eine Depression vorliegen könnte.
Denn rechtzeitig erkannt und therapiert, lassen sich depressive Symptome bei Menschen mit Diabetes ähnlich gut behandeln wie bei depressiven Patienten ohne Diabetes. Antidepressiva, Verhaltenstherapie oder eine Kombination aus beidem sind hierbei angezeigt. Depressionen sind sowohl ein körperliches als auch ein seelisches Problem. Medikamentös bewährt haben sich Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). In einer Verhaltenstherapie lernen die Patienten unter anderem, ihre Erkrankung besser zu akzeptieren und das Selbstmanagement der Diabetes-Therapie, zum Beispiel hinsichtlich regelmäßiger Blutzuckerkontrollen oder Ernährungsumstellung und körperlicher Aktivität, zu verbessern.
Eine Liste der „Fachpsychologen Diabetes“, die von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) anerkannt sind, können Betroffene im Internet unter www.diabetes-psychologie.de abrufen.
Weitere Informationen auch unter www.diabetesde.org:
http://www.diabetesde.org/experten_chat/themen_von_a_bis_z/depressionen/
Ihr Kontakt für Rückfragen:
diabetesDE, Pressestelle
Nicole Mattig-Fabian
Reinhardtstraße 31, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 201 677-12, Fax: +49 (0)30 201 677-20
E-Mail: mattig-fabian@diabetesde.org, www.diabetesde.org
Pressestelle diabetesDE
Julia Hommrich, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 8931 423, Fax: +49 (0)711 8931 167
E-Mail: hommrich@medizinkommunikation.org, www.diabetesde.org


Forschung zur Versorgung in der Schwerpunktpraxis
Tag: Mittwoch 01. Juni 2011 10:00 – 12:00 Uhr
Ort: Leipzig, Raum: N N
Chair: Matthias Kaltheuner, Leverkusen, Lutz Heinemann, Düsseldorf
Versorgung von älteren Patienten mit Diabetes mellitus in der DSP -
Martin Lederle
Betreuung von Schwangeren mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 in Diabetes Schwerpunktpraxen: Daten aus GestDiab 2008 und 2009
Heinke Adamczewski
HbA1c: Gründe für Abweichungen zu BZ-Protokollen -
Helmut Henrichs
POCT-Glukosemessung in der DSP –
Matthias Kaltheuner, Theodor Koschinsky
